Archiv für August 2006

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Gästebedürfnisse der Zukunft – Ihre Meinung?

25.08.06

Dass sich Events verändern werden, steht fest. Die Frage ist nun, in welche Richtung wird es gehen, welche verschiedenen Trends gibt es, welche setzen sich durch und welche ebben rasch wieder ab…

Was ist Ihr Bedürfnis? Was erwarten Sie von Events, was muss für welchen Preis geboten werden, wann ist VIP nicht nur Fassade, etc. Ich freue mich, wenn Sie hier Ihre Notiz hinterlassen…

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Giesserei @ Oerlikon : WOW Location!

25.08.06

Die Giesserei, Oerlikon, Zürich, SchweizEine absolute Hammer-Location ist die Giessere in Oerlikon. Wer einen Event feiern will oder einfach nur prächtig essen möchte, hier ist er richtig. Die Küche darf sich 2006 mit 12 GaultMillau Punkten schmücken. Wenn nun der Service und die Freundlichkeit auch noch dieses Niveau erreichen würden, dann wäre es nicht nur Hammer, sondern perfekt.

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Cinematte, Bern : WOW-Event-Location

24.08.06

dgy. Kino ist tot – es lebe das Kino! Anstatt zwei Filme an einem Abend reinzudröhnen – schmerzende Knie, steiffer Rücken, kommunikationsarm und an vielfach zeratmeter Luft schier erstickt – lieber ein abendfüllendes Erlebnis, in welchem Film „nur“ ein Teil des Ganzen ist. Und wohl nicht mal der allerwichtigste?

Cinematte Cinematte Kino

Cinematte Bar

Cinematte im Berner Mattenquartier, direkt an der wunderbar blauen Aara (man ist versucht aus dem Fluss zu trinken, so prächtig klar und blau fliesst’s an einem vorüber), mach es vor. Die Location ist Bar, Restaurant und Kino in einem, bietet ein Ambiente, das zum Verweilen einlädt und verführt einem mit einer unglaublich herzlichen Gastfreundschaft zum bleiben.

Das Zauberwort – ich gebe es zu, ich hab’s letzten Samstag abend gelernt -  ist „Apéro Riche“. Das Essen ist lecker, vielfältig und gleichzeitig eine Nebenrolle. Es macht Spass zu essen und gleichzeitig die zwischenmenschlichen Kontakte weiter zu geniessen, ohne einfach nur für die Nahrungsaufnahme – so lecker sie auch sein mag – zu unterbrechen. Alle Köstlichkeiten werden als Fingerfood angeboten und von charmantem Service mobil an die Frau respektive den Mann gebracht.

Es war wirklich und in jeder Beziehung ein fantastisches Erlebnis. Bestimmt gibt es einige Kinos, die noch ein wenig Gastronomie angegliedert haben. Cinematte hat’s offenbar umgekehrt gemacht. Dem Gastroteil wurde ein Kino angegliedert. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch die Oltener Location „Magazin„. Auch hier wurde Gastronomie und Kino verbunden. Wenn ich mich allerdings entscheiden müsste, dann ist Cinematte in Bern die attraktivere Wahl – alleine schon was die Inneneinrichtung und den Service angeht – aber das ist Geschmackssache und darüber lässt sich nicht objektiv urteilen.

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Konzerte als Events

16.08.06

Konzerte von lokalen Bands – nach Möglichkeit eingebettet in einen Gastroevent – sind Anlässe, die noch richtig Substanz haben. Ein überschaubares Publikum, die Band trinkt mit den Gästen nach dem Gig noch ein Glas oder auch zwei und lässt sich quasi anfassen. Illusion? Heute Abend im Fiori in Baden spielte Murto (ex Subsonic) mit ihrer Band live und zum Anfassen in der Badener Altstadt. Und sie kamen alle. Für Veranstalter und Band ein gelungener Abend. Allerdings war für die Band kommerziell wohl nur wenig drin. Hmmm, so schön wie’s ist, kanns das auf die Dauer sein? Verflucht, was ist das richtige Konzept?

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Streetparade – Evolution eines Events

15.08.06

dgy. Seit bald 15 Jahren findet in Zürich die Streetparade statt. Begann das ganze fast untergrundmässig, mutierte der Anlass zum Familien-Event mit Techno-Berieselung und Gehörschutz für die Kleinen.

So berichtet die Schweizer Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe über Familien, die mit ihren Kindern in Zürich „durch die Strassen tobten“. Dabei haben die Raver-Outfits in eigentlichen Sinn scheinbar ausgedient und einem „Fasching im Sommer“ Platz gemacht. Ohne „Biene-Maja-Dress“ oder „Schmetterlings-Girl-Look“ war keiner mehr hinter dem Ofen hervor zu locken.

Ob dies der Realität entspricht, lässt sich einfach überprüfen. Nächstes Wochenende eine Runde durch die einschlägigen Clubs drehen und die „Biene Majas“ zählen. Kommt man pro Location auf unter 1, dann war’s an der Streetparade doch eher das „judihui-ich-will-auch-dabei-sein-Publikum“, das sich irgendwie nicht so recht in die Szene einordnen lassen wird.

Was soll’s ein tolles Volksfest mit Techno- und Raver-Wurzeln. Herzliche Gratulation an die Veranstalter, die diesem Dachevent genügend Spielraum zugestehen, dass er sich über ihre Vorstellungskraft hinaus entwickeln „darf“. Wer so lange einen Anlass mit so vielen Besuchern schafft, vor dem ist der Hut zu ziehen.

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Dachevent Street-Parade Zürich

12.08.06

dgy. Dieses Wochenende (12.8.2006) finden in Zürich – wie jedes Jahr – die Streetparade statt. Diese Megaveranstaltung mit ihrem vielfältigen Detailprogramm lockt wieder zig-tausend Menschen – als Zuschauer oder aktive Mitgestalter – in die Schweizer Metropole. Und wie jedes Jahr werden die Veranstalter hinterher wohl einen neuen Besucherrekord bekannt geben. Erstaunlich eigentlich, denn für diesen Anlass – wie schon für das Stones-Konzert vor einer Woche – steht die Frage der Substanz im Raum.

Riesenanlässe kommen einem unter den bekannten Rahmenbedingungen ein wenig vor wie die Wirtschaft im Industriezeitalter: Wenige Anbieter und ein gegantischer Nachfrageüberhang. Bei der Menge an Leuten und den organisierten Events ist zu hoffen, dass dem so ist, denn sonst gehen einige Veranstalter pleite vom Platz.

Das Angebot ist geprägt von einigen Giga-Anlässen (z.B. die traditionelle Energy – dieses Jahr in der Maag Event Hall). Was bewegt die Gäste, zu solch einem Massenauflauf zu pilgern, wo der und die Einzelne völlig untergeht. Ist es wirklich diese Annonymität, welche die auf Egotrip und Auffallen gestylten Menschen suchen? Das passt doch irgendwie wirklich nicht zusammen. Da ist die Party eine richtig Commodity (Einheitsprodukt zu Marktpreis). Wo sind die attraktiven kleinen Events, die einem in Erinnerung bleiben, wenn man am Tag danach in irgend einem Bett (hoffentlich im richtigen) erwacht? Klar ist’s eine Budgetfrage – aber wenn so viele Menschen nach Zürich pilgern, dann muss es doch auch einen Markt für was wirklich hochwertiges mit einem Mega-Erlebnis-Faktor oder mindestens einem mächtigen Erinnerungswert geben?

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Wert von Unterhaltung (und Events)

07.08.06

Am Sonntag, 6.8.2006 schreibt die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) nach dem Konzert der Rolling Stones auf dem Militärflughafen von Zürich – unter dem Titel „Verliert Unterhaltung an wert, muss sie mehr Publikum finden“ – dass „Erlebnis“ zur Commodity wird. Das gilt so wohl für Musik, die bei I-Tunes 1.50 Franken pro Titel und 15 Franken pro Album kostet, wie auch für Events. Auch dort geht es nur noch darum, die Massen anzuziehen, denn mit einem kleinen Kreis an Gästen lässt sich bei dem Einheitsbreit von „Möchtegern-Erlebnis“ nur noch über gigantomanische Aufläufe riesiger Menschenmassen Geld verdienen. Ja Geld verdienen, denn wenn man nicht gerade seinen engsten Freundeskreis zu Gast hat, dann muss man ja auch die Kosten (plus etwas darüber hinaus) für sich einstreichen können.

Es fragt sich da, ob nun die Gäste oder das vermeindliche Erlebnis an solchen Events die Commodity (Einheitsware mit Marktpreis) ist. Beim Stones-Konzert in Dübendorf (der Autor dieser Zeilen war selbst dort), war es wohl eher so, dass die Gäste zur Einheitsware wurden. Das Erlebnis „Rolling Stones – A Bigger Bang“ war wohl vom Bühnenbild her überwältigend, die Show der Personen allerdings wäre auf CD genau so gut rübergekommen. Klar sieht man Jagger und Co. nicht jeden Tag irgendwo auf der Zürcher Bahnhofstrasse. Nur – an einem Konzert mit 65′000 Besuchern – können wohl höchstens die Menschen in den vordersten 10 Reihen am Konzert wirklich sagen: „Ich hab Kieth Richards live gesehen“. Die restlichen 62′873 Personen haben ihn – erkennbar – höchstens auf den Grossleinwänden eindeutig erkannt.

Was hat das nun mit Event-Management und Event-Erlebnissen zu tun? Offenbar sind die Menschen nicht mehr bereit, für einheitliche Events ohne speziellen Inhalt mehr als die üblichen 15 Franken zu bezahlen. Klar, die Stones haben mindestens 160 Franken pro Person allein für das Ticket gekostet, aber da waren eben auch die Stones präsent. Wer von den aktuellen Event-Veranstaltern kann das von sich denn überhaut noch sagen? Aber jetzt Schluss mit Kritik. Die Frage sthet doch im Raum: Was muss ein Event bieten, damit jemand 150 Franken für einen erlebnisreichen Abend ausgibt und am Ende nach Hause fährt und sich sagt: „Das war ja der Hammer, dieses Geld habe ich prächtig investiert, da will ich wieder mal dabei sein.“ Es scheint die grosse Herausforderung der Veranstalter zu werden, ihre Anlässe wieder zu effektiven Erlebnissen zu machen, ihre Gäste wieder zu begeistern und das in einer Art und weise, dass es nicht so einfach durch die Konkurrenz kopierbar sein wird. Nur – wie soll das funktionieren? Wie sieht es da mit der Beziehung zu den Gästen und unter den Gästen aus? Gibt es ein Erlebnis, dass im kleinen Rahmen den besuchenden 150 Franken oder sogar 250 Franken wert ist? So schaffen es z.B. Swingerclubs für ein Besucher-Paar gegen 200 Franken zu verlangen (und zu erhalten). Welche Leistung dahinter steckt, braucht keine weitere Erleuterung. Oder auch exklusive Sercice-Clubs und geschlossenen Gesellschaften mit speziellen Vorlieben schaffen es noch, überdurchschnittliche Preise für den Besuch ihrer Events durchzusetzen.

Bei dieser Betrachtung kriegt der vorgängige Artiel rund um den „Einheitsbrei Events“ verstärkt an Substanz. Es bleibt abzuwarten, was die Veranstaltungsbrache zukünfitg an Substanz ins Feld zu führen vermag. Mit dem bisher gezeigten geht es auf jeden Fall nicht mehr lang erfolgreich weiter: Alles zu vergleichbar, zu austauschbar und zu sehr Commodity.

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Events – Inhalt abhängig vom Alter der Zielgruppe

05.08.06

Jeder Mensch macht bekanntlich verschiedene Phasen durch in seinem Leben. Zwar fühlt man sich selbst über die Zeit hinweg ziemlich ähnlich, doch die Bedürfnisse verändern sich deutlich. War man von 16 bis knapp 25 noch primär von Riesenparties mit dröhnend lauter Musik begeistert, so schwenkte die ab ca. 25 Altersjahren langsam um. Qualitative Anforderungen begannen in den Vordergrund zu treten. Und mit steigenden Alter nimmt das Lärmpegel-Bedürfnis und die Gedränge-Toleranz deutlich ab. War man erst mal 30, geht der Zeitvertreib raus aus den Party-Locations und hinein in Lounges und Bars. Nicht dass jüngere Menschen diese Form der Unterhaltung verschmähen würden. Bei den Menschen ab etwa 30 ist’s dann halt so, dass sie nach dem Lounge-Besuch mehrheitlich den Abend abbrechen. Tendenziell geht man ab einem bestimmten Alter auch früher weg und entsprechende früher heim.

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Event Overdose?

01.08.06

Unglaublich wie viele Möglichkeiten man mitlerweile hat, sich an einem Freitag Abend die Nacht um die Ohren zu schlagen. Wie schafft es jede einzelne Veranstaltung, genügend Leute anzuziehen, um nur schon die Kosten einzuspielen – und überhaupt, ich frage mich:

  • Wer geht überhaupt noch zu solchen Events – ist ja eh immer das selbe, auch wenn einem dauernd irgendwelche Innovation versprochen wird?
  • Was ist wohl die Gegenbewegung dazu, dass heute ein schieres Übermass an Events stattfindet – bleiben die Leute zukünftig wieder mehr zu Hause?
  • Was will ich eigentlich, wenn ich weg gehe, reicht es, einfach unter die Leute zu kommen oder muss da mehr sein?

Wie stehen Sie dazu?