Archiv für die Kategorie ‘Kulturevents’

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EDUVENTS – Events werden zum aktiven Erlebnis

13.09.07

dgy. Der kommende Megatrend auf dem Eventbereich heisst „EDUVENTS“. Wie, was, warum, etc.? Alle haben das satt, was zur Zeit geboten wird. Und diese neue Form wird eine Revolution im Erlebnisbereich werden…

Bei der Fülle an Einladungen, die einem wöchentlich und teilweise täglich in den Briefkasten und vor allem annonym per Email zugehen, reicht die Zeit schon lange nicht mehr, um alles zu besuchen. Man sucht sich das vielversprechendste heraus, meldet sich hier und da an und am Schluss besucht man dann allenfalls den Anlass, der einem im Augenblick am meisten zusagt. Zunehmend bleibt man auch einfach zu Hause, denn was ist es schon, dieser „Mega-Event im XY, mit dieser und jener Attraktion und kostenlosem Dings, etc.“?

Guckt man genauer hin, dann wird man oft feststellen, dass jeder noch so kreativ angepriesene Anlass eigentlich alter Wein in neuen Schläuchen ist – im besten Fall. Oft ist es so schlecht, dass es einem vorkommt, als ob die alte Verpackung nicht gewechselt sondern von Hand neu übermalt worden wäre. Was soll man dort? Das haben wir doch gesehen: Immer die selben Leute – wenigstens von der Art her, immer die selbe Musik, immer der gleiche Ablauf, immer das gleich stiere Programm wie immer – einfach unter einem neuen Namen. Langweilig – für Menschen, deren Erinnerungsvermögen eine Woche übersteigt.

Ähnlich verhält es sich mit Top-Anlässen: Immer grösser, grosszügiger, pompöser und ausgefallener. Gleichzeitig steigen damit die Erwartungen für eine zweite oder nächste Durchführung derart, dass ein Anbieter irgendwann schlicht den Aufwand nicht mehr treiben kann, um die Gäste noch zu überraschen. Dann hagelt’s Kommentare wie: „Naja, ich hätte mir schon vorgestellt, dass der Event den letzjährigen übertrifft…“ oder „Geh Du hin, kannst meine Karte haben. Ist wirklich imposant aber wenn man bereits zweim Mal dabei war, dann ist’s halt nicht mehr das selbe…“.

Nun stellt sich die Frage, was macht denn einen guten Event aus? Gibt es etwas echtes, etwas, das man veranstalten kann und die Menschen nachher nach Hause gehen, und wieder begeistert sind vom Erlebnis – auch wenn sie zum X-ten Mal eingeladen worden waren? Was kommt in Zukunft an Event-Formaten? Die gegenwärtige Repetier-Kopier-Event-Welle ist höchstens noch auf hohem Niveau auf dem absteigenden Ast. Immer häufiger bleiben beim gegenwärtigen Überangebot austauschbarer Anlässe die Gäste ganz oder teilweise aus. Wo hin verlagert sich die Gästeschar? Was wollen die Besucherinnen und Besucher überhaupt?

Echte Erlebnisse sind wohl der nächste Trend im Eventbusiness – aber was heisst das? Es wird sich weisen, welche Ausprägungen sich durchsetzen wird. Wir gehen davon aus, dass wir in absehbarer Zukunft weg kommen von klassischen „ich lass mich berieseln“-Event hin zu einem neuen Format, das wir hier „Eduvent“ nennen. Ein solcher Anlass zeichnet sich dadurch aus, dass die Gäste aktiv am Erlebnis teilnehmen, einen sichtbaren Beitrag leisten, nachher mehr wissen als vorher und es ihnen noch einfacher fällt und gemacht wird, Kontakte und Beziehungen initial zu knüpfen und nachhaltig zu entwickeln. Communities auf Real-Life-Basis, die in einem gemeinsamen Interessen-Content Wissen spielerisch und aktiv aufnehmen, bereichern und verbreiten. Eine Mischung zwischen Freizeiterlebnis, Lern- und Aktivitätenerlebnis, Beziehungs- und Freundschafts-Generator-Netzwerk. Ein Erlebnis, das man nicht besucht sondern an dem man aktiv teilnimmt, einen Beitrag leistet, etwas weitergibt, etwas mitbekommt, sich einbringt und vom gemeinsam geschaffenen profitiert.

Dieser Trend ist noch nicht sichtbar am Markt, doch er wird in absehbarer Zeit auftauchen. Die Tage bisheriger Formen des Zeitvertreibs sind gezählt. Die Zukunft gehört den EDUVENTS.

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Konzerte als Events

16.08.06

Konzerte von lokalen Bands – nach Möglichkeit eingebettet in einen Gastroevent – sind Anlässe, die noch richtig Substanz haben. Ein überschaubares Publikum, die Band trinkt mit den Gästen nach dem Gig noch ein Glas oder auch zwei und lässt sich quasi anfassen. Illusion? Heute Abend im Fiori in Baden spielte Murto (ex Subsonic) mit ihrer Band live und zum Anfassen in der Badener Altstadt. Und sie kamen alle. Für Veranstalter und Band ein gelungener Abend. Allerdings war für die Band kommerziell wohl nur wenig drin. Hmmm, so schön wie’s ist, kanns das auf die Dauer sein? Verflucht, was ist das richtige Konzept?

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Dachevent Street-Parade Zürich

12.08.06

dgy. Dieses Wochenende (12.8.2006) finden in Zürich – wie jedes Jahr – die Streetparade statt. Diese Megaveranstaltung mit ihrem vielfältigen Detailprogramm lockt wieder zig-tausend Menschen – als Zuschauer oder aktive Mitgestalter – in die Schweizer Metropole. Und wie jedes Jahr werden die Veranstalter hinterher wohl einen neuen Besucherrekord bekannt geben. Erstaunlich eigentlich, denn für diesen Anlass – wie schon für das Stones-Konzert vor einer Woche – steht die Frage der Substanz im Raum.

Riesenanlässe kommen einem unter den bekannten Rahmenbedingungen ein wenig vor wie die Wirtschaft im Industriezeitalter: Wenige Anbieter und ein gegantischer Nachfrageüberhang. Bei der Menge an Leuten und den organisierten Events ist zu hoffen, dass dem so ist, denn sonst gehen einige Veranstalter pleite vom Platz.

Das Angebot ist geprägt von einigen Giga-Anlässen (z.B. die traditionelle Energy – dieses Jahr in der Maag Event Hall). Was bewegt die Gäste, zu solch einem Massenauflauf zu pilgern, wo der und die Einzelne völlig untergeht. Ist es wirklich diese Annonymität, welche die auf Egotrip und Auffallen gestylten Menschen suchen? Das passt doch irgendwie wirklich nicht zusammen. Da ist die Party eine richtig Commodity (Einheitsprodukt zu Marktpreis). Wo sind die attraktiven kleinen Events, die einem in Erinnerung bleiben, wenn man am Tag danach in irgend einem Bett (hoffentlich im richtigen) erwacht? Klar ist’s eine Budgetfrage – aber wenn so viele Menschen nach Zürich pilgern, dann muss es doch auch einen Markt für was wirklich hochwertiges mit einem Mega-Erlebnis-Faktor oder mindestens einem mächtigen Erinnerungswert geben?

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Events – Inhalt abhängig vom Alter der Zielgruppe

05.08.06

Jeder Mensch macht bekanntlich verschiedene Phasen durch in seinem Leben. Zwar fühlt man sich selbst über die Zeit hinweg ziemlich ähnlich, doch die Bedürfnisse verändern sich deutlich. War man von 16 bis knapp 25 noch primär von Riesenparties mit dröhnend lauter Musik begeistert, so schwenkte die ab ca. 25 Altersjahren langsam um. Qualitative Anforderungen begannen in den Vordergrund zu treten. Und mit steigenden Alter nimmt das Lärmpegel-Bedürfnis und die Gedränge-Toleranz deutlich ab. War man erst mal 30, geht der Zeitvertreib raus aus den Party-Locations und hinein in Lounges und Bars. Nicht dass jüngere Menschen diese Form der Unterhaltung verschmähen würden. Bei den Menschen ab etwa 30 ist’s dann halt so, dass sie nach dem Lounge-Besuch mehrheitlich den Abend abbrechen. Tendenziell geht man ab einem bestimmten Alter auch früher weg und entsprechende früher heim.