Archiv für die Kategorie ‘Management’
10.10.08
Zur Zeit tauchen – wahrscheinlich vor allem in Personenkreisen mittleren Alters – immer wieder irgend welche „Remember Events“ auf. Remember dies und remember das – und alles mit einem recht guten Zulauf – beim ersten Mal. Das Remember Thema trifft die Menschen bei ihrem Bedürfnis, alte Freunde und Bekannte mal wieder zu sehen, sich mit ihnen zu unterhalten und etwas über ihr aktuelles Leben zu erfahren.
Für den Erfolg eines solchen Anlasses ist es kritisch, die Entwicklung der Zielgruppe in Betracht zu ziehen. Einfach den alten Anlass zu kopieren, z.B. den damaligen DJ im Original-Lokal auf die Kanzel holen, reicht vielleicht als Anziehungspunkt für einen ersten Event. Und bei der zweiten Durchführung bleiben die Leute dann zu Hause. Hier wird oft vergessen, dass die jeweiligen Menschen älter geworden sind. Sie haben Familie und wollen eher zusammen reden, als sich in wummernden Beats zu der Musik von damals räkeln. Das alles ist stellvertretend gemeint für ein Event-Konzept, das an der Zielgruppe vorbei geplant worden war.
Gleichzeitig können Remember Events auch nur in relativ grossen Abständen abgehalten werden. Man hat’s 10 oder 15 Jahre ohne die anderen Menschen von damals ausgehalten, dann will man sie jetzt wohl nicht jeden Monat treffen. Ein mal im Jahr, höchstens zwei Mal dürfte dem Rahmen einigermassen gerecht werden. Sprengt man dieses Mass, dann verliert sich das Interesse und die Menschen bleiben aus. Bescheidenheit zahlt sich hier auf jeden Fall aus.
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16.08.06
Konzerte von lokalen Bands – nach Möglichkeit eingebettet in einen Gastroevent – sind Anlässe, die noch richtig Substanz haben. Ein überschaubares Publikum, die Band trinkt mit den Gästen nach dem Gig noch ein Glas oder auch zwei und lässt sich quasi anfassen. Illusion? Heute Abend im Fiori in Baden spielte Murto (ex Subsonic) mit ihrer Band live und zum Anfassen in der Badener Altstadt. Und sie kamen alle. Für Veranstalter und Band ein gelungener Abend. Allerdings war für die Band kommerziell wohl nur wenig drin. Hmmm, so schön wie’s ist, kanns das auf die Dauer sein? Verflucht, was ist das richtige Konzept?
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12.08.06
dgy. Dieses Wochenende (12.8.2006) finden in Zürich – wie jedes Jahr – die Streetparade statt. Diese Megaveranstaltung mit ihrem vielfältigen Detailprogramm lockt wieder zig-tausend Menschen – als Zuschauer oder aktive Mitgestalter – in die Schweizer Metropole. Und wie jedes Jahr werden die Veranstalter hinterher wohl einen neuen Besucherrekord bekannt geben. Erstaunlich eigentlich, denn für diesen Anlass – wie schon für das Stones-Konzert vor einer Woche – steht die Frage der Substanz im Raum.
Riesenanlässe kommen einem unter den bekannten Rahmenbedingungen ein wenig vor wie die Wirtschaft im Industriezeitalter: Wenige Anbieter und ein gegantischer Nachfrageüberhang. Bei der Menge an Leuten und den organisierten Events ist zu hoffen, dass dem so ist, denn sonst gehen einige Veranstalter pleite vom Platz.
Das Angebot ist geprägt von einigen Giga-Anlässen (z.B. die traditionelle Energy – dieses Jahr in der Maag Event Hall). Was bewegt die Gäste, zu solch einem Massenauflauf zu pilgern, wo der und die Einzelne völlig untergeht. Ist es wirklich diese Annonymität, welche die auf Egotrip und Auffallen gestylten Menschen suchen? Das passt doch irgendwie wirklich nicht zusammen. Da ist die Party eine richtig Commodity (Einheitsprodukt zu Marktpreis). Wo sind die attraktiven kleinen Events, die einem in Erinnerung bleiben, wenn man am Tag danach in irgend einem Bett (hoffentlich im richtigen) erwacht? Klar ist’s eine Budgetfrage – aber wenn so viele Menschen nach Zürich pilgern, dann muss es doch auch einen Markt für was wirklich hochwertiges mit einem Mega-Erlebnis-Faktor oder mindestens einem mächtigen Erinnerungswert geben?
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05.08.06
Jeder Mensch macht bekanntlich verschiedene Phasen durch in seinem Leben. Zwar fühlt man sich selbst über die Zeit hinweg ziemlich ähnlich, doch die Bedürfnisse verändern sich deutlich. War man von 16 bis knapp 25 noch primär von Riesenparties mit dröhnend lauter Musik begeistert, so schwenkte die ab ca. 25 Altersjahren langsam um. Qualitative Anforderungen begannen in den Vordergrund zu treten. Und mit steigenden Alter nimmt das Lärmpegel-Bedürfnis und die Gedränge-Toleranz deutlich ab. War man erst mal 30, geht der Zeitvertreib raus aus den Party-Locations und hinein in Lounges und Bars. Nicht dass jüngere Menschen diese Form der Unterhaltung verschmähen würden. Bei den Menschen ab etwa 30 ist’s dann halt so, dass sie nach dem Lounge-Besuch mehrheitlich den Abend abbrechen. Tendenziell geht man ab einem bestimmten Alter auch früher weg und entsprechende früher heim.
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31.07.06
Wann haben Sie sich an einem Event zum letzten Mal richtig willkommen gefühlt? Kennen Sie das, da kommen Sie bei einer Veranstaltung als Gast an, versuchen dann krampfhaft zu Ihrem Namenschild zu kommen und im besten Fall sind genügend Garderobenplätze vorhanden, um Mantel und allenfalls Gepäck zu deponieren.
Welche Erfahrungen haben Sie privat und / oder geschäftliche mit dem Empfang an Events gemacht? Neben den abschreckenden Beispielen freuen wir uns natürlich über positive Empfehlungen, wo man etwas von den Veranstaltern lernen kann.
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30.07.06
Ist Ihnen das auch schon mal aufgefallen? Wenn Sie irgendwo hin eingeladen sind, dann ist’s immer das selbe Erlebnist. Vor allem in der Gastronomie trifft dies zu (Parties, Clubs, Bars, etc.). Kommt einem fast ein weing vor, wie Malbücher ausmalen: Die Farben sind immer die selben, einzig die Linien, die ausgemalt werden, ändern ein wenig. Was halten Sie davon? Irgendwie muss es doch mehr geben, als einfach nur diese 0815-Events und Parties!
Ihre Meinung interessiert mich:
- Welche Art von Events besuchen Sie überhaupt?
- Was erwarten Sie von einem Event?
- Was ist langweilt Sie an Events am meisten?
- Was müsste besser gemacht werden?
- etc.
Bin gespannt, ob Ihnen da auch schon mal was aufgefallen ist und ob Sie das auch so empfinden…
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