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Dachevent Street-Parade Zürich

12.08.06

dgy. Dieses Wochenende (12.8.2006) finden in Zürich – wie jedes Jahr – die Streetparade statt. Diese Megaveranstaltung mit ihrem vielfältigen Detailprogramm lockt wieder zig-tausend Menschen – als Zuschauer oder aktive Mitgestalter – in die Schweizer Metropole. Und wie jedes Jahr werden die Veranstalter hinterher wohl einen neuen Besucherrekord bekannt geben. Erstaunlich eigentlich, denn für diesen Anlass – wie schon für das Stones-Konzert vor einer Woche – steht die Frage der Substanz im Raum.

Riesenanlässe kommen einem unter den bekannten Rahmenbedingungen ein wenig vor wie die Wirtschaft im Industriezeitalter: Wenige Anbieter und ein gegantischer Nachfrageüberhang. Bei der Menge an Leuten und den organisierten Events ist zu hoffen, dass dem so ist, denn sonst gehen einige Veranstalter pleite vom Platz.

Das Angebot ist geprägt von einigen Giga-Anlässen (z.B. die traditionelle Energy – dieses Jahr in der Maag Event Hall). Was bewegt die Gäste, zu solch einem Massenauflauf zu pilgern, wo der und die Einzelne völlig untergeht. Ist es wirklich diese Annonymität, welche die auf Egotrip und Auffallen gestylten Menschen suchen? Das passt doch irgendwie wirklich nicht zusammen. Da ist die Party eine richtig Commodity (Einheitsprodukt zu Marktpreis). Wo sind die attraktiven kleinen Events, die einem in Erinnerung bleiben, wenn man am Tag danach in irgend einem Bett (hoffentlich im richtigen) erwacht? Klar ist’s eine Budgetfrage – aber wenn so viele Menschen nach Zürich pilgern, dann muss es doch auch einen Markt für was wirklich hochwertiges mit einem Mega-Erlebnis-Faktor oder mindestens einem mächtigen Erinnerungswert geben?

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